Adoption statt Kauf

Adoption statt Kauf

7 gute Gründe für eine Adoption aus dem Tierschutz statt dem Kauf aus dem Tierhandel oder „Designerzuchten“

Perfekte Harmonie

Pflegestellen führen durch intensive Beschäftigung mit ihren Schützlingen eine gründliche Beurteilung durch. Dabei werden gerade bei erwachsenen Tieren das Temperament, die Geselligkeit, die Trainierbarkeit und die Aktivitätsstufe bewertet. Auch jedes problematische Verhalten wird dabei identifiziert. Ebenso werden die potenziellen Adoptionsfamilien evaluiert, um herauszufinden, ob die aktuellen Notfällchen zu ihnen passen. Seriöse Pflegestellen sind dabei absolut ehrlich, denn sie stehen für die Tiere auch nach der Vermittlung ein, wenn sich herausstellen sollte, dass keine Harmonie in der neuen Familie zu erzielen ist. 

Nachsorge: Begleitung und Ansprechpartner nach der Vermittlung 

In der Regel stehen Pflegestellen offen für Fragen und geben Tipps oder helfen bei der Suche nach einer Urlaubsbetreuung. Ein Vorteil für beide: Die Pflegestellen wissen, dass vermittelte Tiere in guten Händen sind und gleichzeitig haben die neuen Halter jederzeit einen erfahrenen Ansprechpartner.

Nachhaltigkeit statt Reproduktion

Durch Vermehrer oder Züchter, die die Welt mit einem größeren Angebot versorgen als es Nachfrager gibt, entsteht ein „Tierüberschuss“. Der Verbleib dieser Menge “überschüssiger“ Tiere ist ungewiss und sicher nicht zum Wohl der Tiere. Manche von diesen Tieren finden aus verschiedensten Gründen und auf verschiedensten Wegen ihren Weg in Tierheime oder private Pflegestellen. Sie warten dann in Notunterkünften auf ein neues Leben.

Eine echte zweite Chance für Laborratten

Regelmäßig werden Tiere aus Laboren legal frei gegeben und erhalten, falls sie ein Zuhause finden, eine Chance, weiter zu leben. Sei Du der Grund für diese Chance! In Berlin und Umgebung habt Ihr die Chance über Hilfe für Labortiere Berlin e.V.  ehemalige Laborratten zu adoptieren.

Der österreichische Verein „saveMYlife – Verein zur Rettung der Labortiere“ hat eine informative Übersicht zu den Laborrattenlinien erstellt.

Faire Investition

Züchter (Hobby-Vermehrer) und Tierfachhändler verlangen für die bloße Vermehrung von Designer-Kreuzungen Preise zwischen 15 – 35 Euro, in einigen Fällen sogar noch deutlich darüber. Pflegestellen oder Tierheime bitten zwar um eine Schutzgebühr, doch hängt diese in der Regel von der tierärztlichen Betreuung ab, die die Ratte zuvor benötigte. Es wird kein Gewinn mit der Vermittlung gemacht.

Die Gebühren der Pflegestellen umfassen meist eine Kastration (bei männlichen Tieren), die Parasitenbehandlung und die medizinische Versorgung sowie die Pflege von erkrankten Tieren.

Persönlicher Einsatz gegen den Tierhandel und für den Tierschutz

Wenn Ihr das Handeln mit Tieren für ethisch verwerflich haltet, setzt Euch dagegen ein! 

In der ökonomischen Logik des Handels gibt es eine Angebots- und eine Nachfragemenge. Entzieht Euch dieser Menge! Unterbrecht diesen Mechanismus! Investiert etwas Zeit und Geduld und adoptiert ein zu Euch passendes Tier aus Tierheim, Pflegestellen oder Laboren.

Es soll nicht um Farbdesign oder Rassenlehre gehen

Die Idee solcher Züchtungen ist es, die Tiere nach Farbgenetik und anderen Kriterien so zu “designen“, dass dem neuen Halter ein „fertiges Produkt“ verkauft werden kann. Ob das Tier freundlich, interessiert und ausgeglichen wird, hängt aber letzlich von den artgerechten Haltungsbedingungen und der Zeit ab, die der Halter bereit ist, in die Tiere zu investieren.

Für potenzielle Adoptionsfamilien ist es sicherlich eine Überlegung wert, die gegenüber den Tieren respektlose Haltung dieser Zuchtpraxis zu überdenken und  ethische Maßstäbe bei der Auswahl ihres neuen Familienmitglieds anzulegen. 

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